Die Zauneidechse (Lacerta agilis)
kann eine Körperlänge bis max. 24cm erreichen. Im Frühjahr sind die Flanken der Männchen grün gefärbt und haben einen breiteren Kopf als die Weibchen. Die Grünfärbung der Flanken verliert sich im Laufe des Sommers. Die Weibchen sind stets grau bis braun gefärbt. Der Schwanz erreicht nicht ganz die doppelte Körperlänge. Die Rückenmitte weist ein dunkles Fleckenband auf. Der Bauch schimmert bei den Männchen leicht grünlich, bei den Weibchen weißlich mit vereinzelten dunklen Flecken.
Habitat:
Die Zauneidechse ist von ihrer Habitatswahl nicht so wählerisch. Bevorzugt werden warme, sonnige Lebensräume , die nicht zu nass sind. Wichtig ist, dass ausreichend Sonnenplätze und Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. An Saumbiotope wie Wildhecken, Steinbrüche, Bahndämme, Straßenböschungen und Gärten wird sie angetroffen.
Verbreitung:
Die Zauneidechse ist in ganz Baden-Württemberg verbreitet. Lediglich höhere Berglagen werden aufgrund des ungünstigen Klimas gemieden.
Allgemeines:
Ende März – Anfang April verlassen die Zauneidechsen ihr Winterquartier. Als erstes erscheinen die Jungtiere, dann die Männchen und etwas später die Weiblichen.
Bald darauf beginnt die Paarung. Im Mai–Juni werden ca. 10-15 Eier in sandig/erdigem Substrat abgelegt.
Nahrung:
Zauneidechsen ernähren sich von Spinnen, Heuschrecken, Grillen, Asseln u.s.w
Die Waldeidechse (Zootoca vivipara, Syn.: Lacerta vivipara)
auch Bergeidechse oder Mooreidechse genannt, gehört zur Klasse der Reptilien und zur Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae).
Die Waldeidechse hat eine Gesamtlänge von maximal 18 Zentimetern. Davon entfallen bis zu sechs, bei den Weibchen bis zu sieben Zentimeter auf Kopf und Rumpf. Der kräftige Schwanz erreicht das 1,25- bis zweifache der Kopf-Rumpf-Länge (Maximalwert bei Männchen). Die Art ist schlank, kurzbeinig und weist einen, im Vergleich beispielsweise zur Zauneidechse, kleinen, ziemlich abgeflachten Kopf auf – bei den Weibchen noch mehr als bei den Männchen. Das sogenannte Halsband ist stark gezähnt und die im Querverlauf nur 25 bis 37 Rückenschuppen sind sehr rau und gewöhnlich gekielt.
Das eurasische Verbreitungsgebiet der Waldeidechse ist extrem groß und reicht von Nordwest-Spanien und Irland im Westen bis nach Ostsibirien.
Als Lebensraum werden Moore, Heiden, Grasfluren, aufgelassene Steinbrüche und Sandgruben, Dünen sowie Waldflächen und -ränder im Flach-, Hügel-, Moor- und Bergland besiedelt.
Waldeidechsen ernähren sich von Spinnen, Hundertfüßern, Heuschrecken, Ameisen, Fliegen, Pflanzenläusen und Zikaden. Die genaue Nahrungszusammensetzung variiert je nach Jahreszeit und örtlichem Angebot. Kleinere Beutetiere werden, nachdem sie durch Gehör und Sicht geortet wurden, mit den Kiefern gepackt und im Ganzen verschluckt, größere werden gekaut und die harte Chitinhülle anschließend wieder ausgespuckt.
 
Die Mauereidechse
kann eine Körperlänge bis max. 19 cm erreichen. Das lebhaft gefärbte Männchen ist auf der Oberseite braungrau bis rötlichgrau. Der Rücken ist ist dunkel gefleckt. Die Weibchen sind etwas kleiner und haben an den Flanken einen hellgeränderten dunklen Querstreifen. Der Bauch ist bei beiden Geschlechtern gelblich bis ziegelrot gefärbt.
Habitat:
Die Mauereidechse lebt wie ihr Name sagt an südorientierte Felswände, Weinbergmauern oder an altem Gemäuer. Sie nützt dort die unverfugten Lücken als Unterschlupf und sonnt sich gern an kleinen Steinvorsprüngen. Deshalb sollte bei Restaurierungen alter Burgen, Mauern und Ruinen an denen die Mauereidechse vorkommt, das Verfugen des Mauerwerks auf ein Minimum reduziert werden. Seit dem 2. Weltkrieg sind die Mauereidechsenbestände stark rückläufig. Gründe sind die extensive Nutzung der Weinberge, das Fehlen von alten Steinmauern und die veränderte Bauweise. Höhere Berglagen werden in unserer Region aufgrund der fehlende Wärme gemieden. Sie kommt nur noch an wenigen Stellen in Baden-Württemberg vor.
Allgemeines:
Schon sehr zeitig im Frühjahr, etwa Ende Februar– März, verlassen die Mauereidechsen ihr Winterquartier, das sich oft in Hohlräumen von altem Mauerwerk befindet. Mit abgeflachtem, manchmal sogar zur Sonne schräggestelltem Körper werden die wärmenden Sonnenstrahlen optimal genutzt. Die Paarungszeit erstreckt sich von April bis Juni. Im Laufe des Sommers werden 2-3 Gelege von je 2-6 Eiern in Bodengruben oder verfüllten Steinplatten abgelegt. Je nach Witterung schlüpfen die Jungen nach 6-8 Wochen. Etwa Mitte Oktober wird das Winterquartier aufgesucht.
Nahrung:
Ihre Nahrung besteht aus Würmern, kleineren Insekten und Gliedertieren.
 
Die Blindschleiche
kann eine Körperlänge bis 45 cm erreichen. Der metallische Glanz ihrer Körperoberseite gab ihr den Namen Blindschleiche altdeutsch ( Blendschleiche ). Da sie keine äußerlich sichtbaren Gliedmaßen hat wird sie oft mit Schlangen   verwechselt. Sie gehört zur Familie der Eidechsen.
Habitat:
Die Blindschleiche ist in ihren Lebensräumen nicht so wählerisch. Bevorzugt mäßig feuchte Lebensräume. Wichtig dabei ist eine ausreichende Bodenvegetation. Man findet sie auf Wiesen, in Wälder und sogar in Parkanlagen. Dort hält sie sich gern in der Grasschicht, vermoderten Holzansammlungen oder in Kompostähnlichen Grünguthäufen auf. Halbsonnige Standorte sind für sie ausreichend. Die Blindschleiche ist das häufigste Reptil in Baden Württemberg.
Allgemeines:
Ende März – Anfang April verlassen die Blindschleichen ihr Winterquartier. Im Mai beginnt die Paarung. Etwa Mitte August bis Anfang September kommen die 5 bis 25 Jungen zur Welt, die bei bzw..kurz nach der Geburt die Eihülle verlassen.
Nahrung:
Nacktschnecken und Regenwürmer sind ihre bevorzugte Nahrung.